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Geplante Obsoleszenz: Haben unsere Handys ein Verfallsdatum?

12.07.2017 14:26

Jeder kennt es - Der Drucker funktioniert wie aus dem Nichts auf einmal nicht mehr. Der Handy-Akku hält plötzlich nur noch wenige Stunden, das Notebook wird jeden Tag langsamer oder die Waschmaschine gibt kurz nach Ablauf der Garantie den Geist auf. Im Internet kursieren die wildesten Gerüchte, dass der plötzliche Verfall unserer Geräte von den Herstellern geplant wird. Stimmt das? Wir haben recherchiert und gehen der Sache auf den Grund.

Geplante Obsoleszenz: Haben unsere Handys ein Verfallsdatum?

Aus der Geschichte ist erkennbar, dass solche geplanten Verfallsdaten („geplante Obsoleszenz“) tatsächlich in der Leuchtmittelindustrie ihren Ursprung haben. Gehen wir von unserem heutigen Smartphone-Zeitalter einmal weit zurück: Im Jahr 1924 trafen sich alle bedeutenden Namen der damaligen Leuchtmittelindustrie und gründeten ein Geheimkartell, indem alle Unternehmen ihren Ingenieuren anwiesen, die Glühbirnen so zu produzieren, dass sie nach ca. 1000 Stunden Leuchtdauer kaputt gingen, obwohl damals bereits eine Brenndauer bis zu 2500 Stunden möglich war. Das Ganze hatte natürlich den Zweck, den Markt anzukurbeln und die Umsätze zu steigern. Konkurrenten, die sich an die Absprachen nicht hielten und ihre Birnen länger glühen ließen, mussten sogar Strafen zahlen. Der gerichtliche Prozess, der darauf folgte, zog sich bis in die fünfziger Jahre hin. Es gab laut Urteil zwar Verbote für Kartellabsprachen und die Produktverschlechterung, hohe Geldstrafen blieben allerdings aus.


Lassen die Hersteller ihre Produkte gezielt kaputt gehen?

Laut Stiftung Warentest lassen die Hersteller keine geplanten Schwachstellen in die Produkte einbauen, jedenfalls wurde das in den letzten Testjahren nicht festgestellt. Jedoch wird schon geplant, wie lange bestimmte Geräte halten sollen. Mit einem gewissen Verschleiß kann gerechnet und dadurch die Haltbarkeit geplant oder wenigstens geschätzt werden. Verbraucher werden in solche Verschleißkalkulationen aber leider nicht mit einbezogen, oder aufgeklärt.

Eine Auswertung von Stiftung Warentest aus dem vergangenen Jahrzehnt zeigt, dass Geräte heute nicht häufiger kaputt gehen als früher, obwohl es uns häufig so vorkommt, dass die Waschmaschine oder das Handy, nicht mehr die gleiche Qualität mitbringen wie vor 10 Jahren. Es gibt aber durchaus Tricks der Hersteller, wie sie ihren Umsatz auf Trapp halten. Es werden hohe Reparaturkosten berechnet, Akkus werden fest eingebaut, Gehäuse werden verklebt oder gar verschweist, um die Reparatur oder den Austausch deutlich zu erschweren. Damit wird z.B. bei Handys oder Smartphones oft aus der Akkulebenszeit die Produktlebenszeit.

Lesenswert zu diesem Thema ist das Internetportal von Stefan Schridde, “Murks – Nein, danke“. Verbraucher können dort Berichte verfassen, in denen sie den Eindruck haben, das ihr Gerät eben kurz nach Ablauf der Garantie oder „vermutlich geplant“ kaputt gegangen ist. Falls dein Handy den Geist aufgegeben hat, bekommst du in unserem Handyshop übrigens ein neues Smartphone ganz ohne Anzahlung. Beim Handy-Ratenkauf profitierst du von einer 0% Finanzierung ohne Zinsen und ohne zusätzlichen Handyvertrag.


Neue Software ist für alte Smartphones nicht verwendbar

Die neusten Mobil-Betriebssysteme sind ab einem gewissen Alter nicht mehr mit den Smartphones kompatibel. Während ein vor fünf Jahren gekaufter Laptop problemlos mit aktuellen Betriebssystemen und PC-Programmen klarkommt, scheiterte zum Beispiel das iPad der ersten Version aus dem Jahr 2010 bereits am Mobilbetriebssystem iOS 6. Das iPad der zweiten Generation schaffte zwar den Sprung aufs damals neue iOS , dafür funktionierte der Sprachassistent "Siri" bei Apples zweitem iPad aber nicht.

Bei Android fällt die Software-Unterstützung noch schlimmer aus. Samsung, Sony und HTC vernachlässigen es meist lange, ihre Geräte mit Googles freiem Android-System auf den neusten Stand zu bringen. Wenn die Google Nexus Geräte bereits schnell die neuste Version bekommen, warten Samsung, Sony und HTC Nutzer noch auf ein mögliches Update. Wer kein Update bekommt, kann die neuesten Applikationen nicht nutzen und sieht sich zudem längst bekannten Sicherheitslücken ausgeliefert.


Elektrogeräte werden immer schneller ausgetauscht

Zwar werden Elektrogeräte wie Handys, Smartphones, Computer und Co. immer schneller ausgetauscht. Doch die Gründe dafür sind nicht eindeutig. Es wäre sicherlich sinnvoll und wünschenswert, den Produktlebenszyklus, z.B. von Handys mit fest verbautem Akku oder Speicher, zu verlängern. Verschleißanfällige Teile sollten ausgetauscht werden können. Auch die Umweltbelastung und Ressourcenverschwendung ist nicht zu unterschätzen. Aber: Der Hauptgrund für den Austausch unserer Smartphones und Notebooks sind immer noch Technologiesprünge in einer sich schnell verändernden Welt und der Wunsch nach einem besseren Gerät. Von einem absichtlichen "kaputt gehen lassen" älterer Geräte kann generell nicht die Rede sein und wenn doch, wäre es sehr schwer belegbar.


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